Bauabrechnung, MassenberechnungBesprechung der Ergebnisse der Bauabrechnung

Öffentliche und private Bauherrn greifen vermehrt auf eine auf vermessungstechnischer Grundlage basierende Bauabrechnung zurück. Insbesondere wenn Fördergelder verwendet werden, verlangt der Fördermittelgeber oft eine nachvollziehbare, von einem unabhängigen Sachverständigen ermittelte Abrechnung der Baukosten ein. Auch wenn ein Teil der Baukosten über Anliegerbeiträge auf die beteiligten Grundstückseigentümer umgelegt werden, ist eine rechtssichere, auch für Nichtsachverständige nachvollziehbare Abrechnung der entstandenen Kosten von gewichtigen Vorteil.

Massenberechnung

Protokoll der MassenberechnungProtokoll der Massenberechnung

Während der Bauphase können die Volumen der verschiedenen entnommenen und eingebrachten Schichten bestimmt werden. Dazu werden nach jeder eingebrachten Schicht die Lage und die absoluten Höhen des Baukörpers vermessungstechnisch bestimmt und daraus ein digitales Geländemodell entwickelt. Die Differenzen jedes Höhenmodells gegenüber dem Urmodell ergeben die Stärke und das Volumen der eingebrachten Schichten. Dies dient einerseits der Kontrolle des notwendigen Schichtenaufbaus und der Kostenberechnung für die eingebauten Volumen.

Visualisierung der MassenberechnungVisualisierung der Massenberechnung

Die Ergebnisse der Massenberechnung werden durch uns tabellarisch protokolliert und grafisch präsentiert. Die Modelle werden in den in Deutschland gebräuchlichen Datenformaten Datenart DA45, DA49 und DA58 geliefert, so dass sie durch die bauausführende Firma und durch den Bauherrn digital weiterverarbeitet werden können. Auch die Lieferung in den gebräuchlichen CAD-Formaten und die Unterstützung anderer Datenschnittstellen zu Bauabrechnungsprogrammen ist möglich.

Die Massenberechnung ist erforderlich bei umfangreichen Tiefbaumaßnahmen im Straßen- und Landschaftsbau, bei Deich- und Flussbaumaßnahmen und beim Abschluss von Gruben und Kippen.

Längen- und Flächenberechnung

Tabelle zum Längen- und FlächennachweisTabelle zum Längen- und Flächennachweis

Nach Abschluss von Straßenbaumaßnahmen wird in der Regel ein Nachweis der Deckschichtenflächen und der Längen der linienhaften Objekte (zB. Borde, Zierstreifen) notwendig. Die Vermessung für den Bauabrechnungsnachweis erfolgt regelmäßig im Zuge der Bestandsaufnahme. Im Zuge der Erstellung der Bestandsunterlagen werden auch die nachzuweisenden Längen und Flächen bestimmt und den einzelnen Gewerken und Auschreibungspositionen zugeordnet. Der Nachweis erfolgt in Form von Tabellen, die alle kostenrelevanten Informationen enthalten.

Zusätzlich werden für den Bauherren und die am Bau beteiligten Firmen Abrechnungspläne erstellt, die über Indexnummern auf die Inhalte der Abrechnungstabellen verweisen. Der Abrechnungsplan ist eine speziell aufbereitete Ausgabe des Bestandsplanes, der eine Übersicht über alle abrechnungsrelevanten Elemente gewährt.

AbrechnungsplanAbrechnungsplan
BestandsplanBestandsplan

Die Abrechnungs- und Bestandspläne werden neben den analogen Ausgaben auch in den gebräuchlichen CAD-Dateiformaten übergeben, auch die Ausgabe als PDF oder KML für Google-Earth ist möglich. Es kann zusätzlich eine Übergabe der Bestanddaten an ein vom Bauherrn betriebenes Geoinformationssystem vereinbart werden. Die Daten werden dann entsprechend den Datenstrukturen des Auftraggebers aufbereitet.

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